Ende August haben wir uns nun zum 2. Teil unserer zertifizierten Wildkräuterausbildung in Au im Bregenzerwald getroffen und durften wieder 3 interessante Tage - großteils in der Natur - erleben.
Wie kann man das Erkennen von Pflanzen besser lernen, als direkt auf Wiesen und Wegen und im Wald.
 
Im "Holdamoos" in Au hatten wir einen optimalen Platz gefunden das Thema "Erkennen von Pflanzenfamilien" zu studieren. Man würde gar nicht meinen, wie vielfältig und einzigartig jede Pflanze aufgebaut ist. Die Herausforderung liegt darin, Erkennungsmerkmale an einer Pflanze zu finden, um diese in eine Familie einordnen zu können.
 
Wir haben uns mit folgenden Pflanzenfamilien beschäftigt, wobei es noch viel mehr davon gibt: Hahnenfußgewächse, Rosengewächse, Korbblütler, Doldenblütler, Lippenblütler und Schmetterlingsblütler...
Weiters lernten wir, die verschiedenen Blüten und- Blattformen, Blattanordnungen sowie Samen und Frucht der jeweiligen Pflanze zu unterscheiden. Um die Theorie wieder etwas aufzulockern sammelten wir zwischendurch auch Blüten und stellten unsere erste Bachblüten "Stockbuttle" her. 
 
Ganz besonders interessant und für die meisten auch "Neuland" war das Herstellen einer Destillation mit einer Glasdestille. Wir pflückten die Ringelblumen im Garten und konnten es kaum erwarten, den ersten Tropfen der Destillation zu sehen. Dieser Moment ist etwas ganz besonders und wird in der Kräuterlehre mit einem Schnaps zelebriert als Dankeakt an die Natur für Ihre Vielfalt und ihre einzigartigen Einsatzbereiche.
Im dritten Kurstag hielten wir uns fast ausschließlich im Wald auf und durften uns mit Bäumen, Sträucher und Blätter auseinandersetzen und erhielten auch viele wissenswerte Tipps, was man aus
den Rinden und dem "Pech" für tolle Naturmedizin zubereiten kann.
 
Beim 3.Teil der zertifizierten Wildkräuterausbildung beschäftigten wir uns hauptsächlich mit Wurzeln und deren Wirkungsvielfalt. Wir bereiteten unsere erste Salbe aus der Beinwellwurzel zu, sammelten Blutwurz und Nelkenwurz, damit wir
dann weitere Tinkturen und Öle zubereiten konnten. Unter anderem durften wir aus den im Laufe des Sommers gesammelten und getrockneten Kräuter verschiedene Heiltees herstellen. Zum Schluss zauberten wir sogar noch ein „Elexier der Wissenden“….spannend bis zum Schluss. Wir berichten Ihnen gerne Anfang November noch über unseren letzten Kursabschnitt, wo es dann unter anderem um das „Räuchern“ und Herstellen von Räucherwerk geht….bleiben Sie neugierig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben bereits Ende April mit dem ersten Teil der Zertifizierten Wildkräuterausbildung - trotz nochmaligem Wintereinbruch - in Au begonnen. Frau Svenja Baumgartinger von der Wildnisschule Naturkreis konnte uns sehr viel Wissenswertes in der Kräutertheorie sowie in der praktischen Anwendung vermitteln. Gleich nach dem Sammeln der Kräuter haben wir alle gemeinsam im Freien am Feuerkessel gekocht. 


Von Momobällchen angefangen bis hin zum Lindenblütensalat, deftige Kräuterbällchen und einem selbstgemachten After Eight war alles dabei.  Ebenso lernten wir bereits einige interessante Anwendungsmöglichkeiten und verschiedene Verarbeitungstechniken der heimischen Kräuter kennen. Wir sind schon sehr gespannt, wie es in den nächsten Ausbildungsmodulen weitergeht und freuen uns schon sehr darauf.